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Viele Lehramtsanwärter sind unsicher, wenn es um die Bewerbung zum Referendariat geht. Welche Dokumente werden benötigt? Wo finde ich die zugehörigen Anträge? Und was gibt es alles zu beachten, bevor das Referendariat startet?
Diese und noch mehr Fragen möchten wir in folgendem Artikel beantworten.

Bewerbungsverfahren – Vorbereitungsdienst für Lehrämter in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg erfolgt das Bewerbungsverfahren inzwischen online.

Zur Zeit gibt es keine Benutzeranmeldung für Bewerber. Das bedeutet, dass Daten nicht zwischengespeichert werden können. Auch eine nachträgliche Anpassung der Daten zur Bewerbung ist nicht möglich. Daher sieh Dir bitte unbedingt vorab die benötigten Unterlagen für das Bewerbungsverfahren an. Das spart Zeit und verhindert eine unvorhergesehene Unterbrechung im Bewerbungsablauf. Ein Timeout des Servers aufgrund zu langer Inaktivität könnte dazu führen, dass Du sonst Deine gemachten Eingaben verlierst und von vorne beginnen musst.

Zum Online-Bewerbungsverfahren für den Vorbereitungsdienst zum Lehramt

Ärztliche Untersuchung vor dem Referendariat

Bitte beachte die für Dich relevanten Dokumente zum runterladen auf der rechten Seite der Internetseite des Gesundheitsamtes Baden-Württemberg
Weiterhin informieren wir darüber, dass die Gebühren für die ärztliche Untersuchung teilweise stark variieren können. Mehr als 75,- EUR solltest Du jedoch nicht für die ärztliche Untersuchung zahlen müssen.
Gerne helfen wir Dir bei weiteren Fragen zur ärztlichen Untersuchung in einem persönlichen Gespräch. Sieh Dir auch unseren Beitrag zur richtigen Arztwahl an.
Hinweis: Die ärztliche Untersuchung (notwendig für die Zulassung zum Referendariat) hat nichts mit den notwendigen Gesundheitsangaben zu tun, die beim Eintritt in jede private Krankenversicherung für Beamtenanwärter/innen vor dem Referendariat verlangt werden. Gerne helfen wir Dir auch bei diesen Gesundheitsfragen und den teilweise komplizierten Formularen der privaten Krankenversicherungen.

Notwendige Unterlagen für eine Bewerbung für den Vorbereitungsdienst

  • Tabellarischer Lebenslauf mit Angaben über den bisherigen Bildungsweg und ausgeübte Berufstätigkeiten

  • Personalbogen mit einem Lichtbild aus neuester Zeit

  • Zeugnis über die Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Reifeprüfungszeugnis)
  • Zeugnis über eine Erste Staatsprüfung, die Grundlage für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst ist

  • Erklärung über Vorstrafen, wirtschaftliche Verhältnisse und zur Frage, ob bereits in einem anderen Bundesland oder bei anderen Zulassungsbehörden ein Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst gestellt oder ein Vorbereitungsdienst ganz oder teilweise abgeleistet worden ist

  • ggf. eine Bescheinigung über abgeleisteten Wehr- oder Ersatzdienst nach Artikel 12a des Grundgesetzes

  • Ärztliches Gesundheitszeugnis (siehe link unten). Das ärztliche Zeugnis ist nur zeitlich begrenzt gültig und daher frühestens 6 Monate vor dem Referendariat zu beantragen
  • Nachweis über das Vereinspraktikum von mindestens 24 Übungsdoppelstunden (nur für Bewerber mit dem Fach Sport)

  • Nachweis über ein Betriebs- oder Sozialpraktikum (außer Bewerber mit dem Fach Sport)
  • Nachweis der Rettungsfähigkeit im Schwimmunterricht durch Vorlage eines Nachweises entsprechend den Anforderungen des Deutschen Rettungsschwimmerabzeichens (DRSA) Silber oder Gold (nur für Bewerber mit dem Fach Sport)

  • Nachweis über die Teilnahme an einer Ausbildung in Erster Hilfe im Umfang von 9 Übungsstunden innerhalb der letzten zwei bzw. drei Jahre vor dem Zulassungstermin (erhältlich bei unseren kostenlosen Erste-Hilfe-Kursen für Lehramtsstudenten)
  • Standesamtliche Nachweise (Geburtsurkunde, ggf. Heiratsurkunde, ggf. Geburtsurkunde von Kindern, ggf. Entscheidungsformeln von Scheidungsurteilen); Diese Nachweise können auch über einen Auszug aus dem Familienbuch geführt werden.

  • Bei der Entscheidung über den Zulassungsantrag muss ein erweitertes Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde (Belegart OE) vorliegen. Dieses wird vom Bewerber bei der Meldebehörde zur Vorlage bei dem Regierungspräsidium, bei dem die Bewerbung eingereicht wurde, beantragt (Vorbereitungsdienst und Schulart angeben). Das Führungszeugnis ist nur zeitlich begrenzt gültig und daher frühestens Anfang Oktober zu beantragen

  • Belehrung und Erklärung über die Verfassungstreue

  • ggf. Nachweis über eine Schwerbehinderung (Schwerbehindertenausweis)

  • ggf. Nachweis zur Begründung des Ortswunsches

Die zuvor genannten Nachweise müssen teilweise in amtlich beglaubigter Form bei den Regierungspräsidien eingereicht werden!

Fristen beachten zum 25. Geburtstag

Sofern Du im Studium schon privat und über die Beihilfe versichert bist, musst Du/Deine Eltern daran denken, dass der Beihilfeanspruch mit dem 25. Geburtstag endet. Die private Kankenversicherung muss dann von einer Teilversicherung (20 % Schutz) auf eine Vollversicherung (100%) umgewandelt werden. Geschieht das nicht innerhalb von 6 Monaten nach dem 25. Geburtstag, kann die private Versicherung von Dir ausführliche Gesundheitsfragen verlangen, bevor Du weiter versichert wirst. Die private Krankenversicherung meldet sich nicht bei Dir/Deinen Eltern. Du musst Dich selbst melden und die Aufstockung von 20% auf 100% beantragen.

Studierende, die von Anfang an voll privat krankenversichert sind, haben solche Probleme nicht. Bei allen privaten Krankenversicherungen kannst Du Dich im gleichen Studententarif versichern. Bis zum 24. Lebensjahr liegt der Beitrag bei rund 87,- EUR im Monat, danach bei ca. 105,- EUR. Ab 29 steigt der Beitrag dann auf ca. 115,- EUR.

Steuern sparen (Tipps für Deine Eltern)

  • Unterhaltszahlungen innerhalb der Familie können sich steuermindernd auswirken.
    Es handelt es sich um außergewöhnliche Belastungen gem. § 33 bzw. 33a EStG.
  • Unterhalt an Studierende oder in Ausbildung befindliche Kinder, welche einen monatlichen Betrag zur Bestreitung des Lebensunterhalts erhalten können dabei angesetzt werden.

Eltern sind Kindern gegenüber unterhaltsverpflichtet. Unterhalten sie Ihr Kind finanziell währen einer Ausbildung, einer Weiterbildung oder eines Studiums, so können sie unter Umständen diese Unterhaltsleistungen steuermindernd als außergewöhnliche Belastungen ansetzten. Wichtig hierbei ist, dass kein Anspruch auf Kindergeld oder auf einen Kinderfreibetrag gemäß § 32 Abs. 6 EStG besteht.
Die Unterhaltsleistung ist für 2016 auf 8.652 € begrenzt.

Grundsätzliches Ergebnis: Eltern können die finanzielle Unterstützung steuerlich geltend machen in Form von außergewöhnlichen Belastungen.

2019-02-01T09:07:12+00:00

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