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Gesetzliche Krankenkasse erhöht die Beiträge

Auf gesetzlich Versicherte kommen erneut höhere Belastungen zu. So sagte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) für das kommende Jahr einen Anstieg der Zusatzbeiträge von 0,3 Prozentpunkten auf 1,4 Prozent des Bruttoeinkommens voraus.

Und damit sind die Kostensteigerungen noch nicht zu Ende: Bis 2019 sollen die Zusatzbeiträge im Durchschnitt auf 1,8 Prozent steigen, prognostizierte Doris Pfeifer, Chefin des Spitzenverbandes. Dies seien bei einem Monatsgehalt von 3000 Euro 252 Euro, die zusätzlich auf die Versicherten zukommen, rechnet der Berliner Tagesspiegel vor.

In Zukunft werden die Krankenkassen weiter mit steigenden Kosten für Medikamente, Ärzte und Kliniken konfrontiert werden, erklärte GKV-Chefin Pfeifer. Hinzu kommen teure Systemreformen, berichtet die FAZ mit Verweis auf die Gesundheitsminister Gröhe geplante Gesundheitsreform, die unter anderem eine Klinikreform und den Ausbau der Telematik-Infrastruktur im Gesundheitswesen beinhalten soll.

Hinzu käme die Tatsache, so Pfeifer, dass die Kassen für Hartz-IV-Empfänger zu wenig Geld bekämen – so würden im Schnitt 136 Euro statt wie bisher 90 Euro monatlich nötig. Durch anerkannte Flüchtlinge würde sich dieses Problem noch verstärken, wenn diese zunächst arbeitslos seien. Die Finanzierungslücke für 2016 bezifferte Pfeifer auf 2,3 Milliarden Euro.

Seit 2015 dürfen gesetzliche Krankenversicherungen individuelle Zusatzbeiträge von den Versicherten erheben – die Beiträge der Arbeitgeber bleiben indes festgeschrieben. Dabei kommt es unter den einzelnen Kassen zu erheblichen Spreizungen – die Zusatzbeiträge unterscheiden sich bis zu 1,9 Prozent, wie die FAZ zu Jahresbeginn berichtete.

2019-02-01T07:15:59+00:00

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